Es drängt sich ja eine Analogie zwischen Kirche und Zigarattenindustrie auf:

  • Beides sind Industriezweige
  • Beide verkaufen ein Produkt (Zigaretten bzw. „religiöse Gefühle“), für das der Bedarf erst geschaffen werden muss
  • Dies gelingt am besten bei jungen Menschen – was sich darin niederschlägt, dass beide Industriezweige (offen oder verdeckt) insbesondere um diese Zielgruppe werben
  • Beide sind für ihr wirtschaftliches Überleben darauf angewiesen, dass Menschen diesen Bedarf entwickeln, auch wenn dieser Bedarf gar nicht entsteht
  • Bei beiden Produkten wird in erheblichem Umfang mit Gruppendruck („peer pressure“) gearbeitet
  • Beide sind sehr stark auf die Unterstützung des Staates angewiesen, so dass beide Industriezweige erheblichen Aufwand in Lobbyarbeit investieren und enge Beziehungen zu politischen Mandatsträgern pflegen.
    • Insbesondere zu solchen, die selbst die jeweiligen Produkte konsumieren
  • Beide nehmen Krankheit und Tod ihrer Kunden billigend in Kauf
    • Bei Zigaretten ist das klar
    • Bei Kirche: die aktive Arbeit vieler Kirchen gegen AIDS-Prävention; die erwiesene Schädlichkeit der Fürbitte
  • Beide sind auf ein breites Klima der gesellschaftlichen Akzeptanz angewiesen, in dem der Konsum der jeweiligen Produkte positiv belegt ist („cool“, „besserer Mensch“)
    • Beide Industriezweige sind in der Werbung aktiv um die Erzeugung und die Bewahrung eines solchen Images bemüht
    • In beiden Fällen widerspricht das erzeugte Image den Tatsachen
      • Religiöse Menschen sind nicht besser als Atheisten
      • Rauchen ist nicht cool
    • Kritiker werden aktiv diffamiert
      • „militante“ Nichtraucher: „Miesmacher“, „Spaßbremse“
      • „aggressive“ Atheisten
    • In beiden Fällen wird ähnliche Rhetorik benutzt!
      • Vgl. „aggressiver Atheismus“ von Herrn Walter Mixa, Augsburg
      • Die Zigarettenindustrie scheint das in dieser Form etwas länger zu machen als die Kirchen – haben hier die Kirchen von der Zigarettenindustrie gelernt?

Für weitere Hinweise bin ich dankbar!