1. April 2011

Zu einem Artikel in der Süddeutschen (Scheinheilige Professoren) hatte ich folgenden Beitrag geschrieben, den ich hier gerne mit archivieren möchte:

Der Beitrag unterschätzt meines Erachtens einen wichtigen Grund für diese Doktroanden/Assistenten-Ausnutzung: die Art und Weise, wie wichtige Geldgeber (DFG vor allem, auch DFG, EU, …) arbeiten. Dort wird letztlich Personenkult betrieben, und die Qualität einer Arbeitsgruppe an der Qualität des Professors festgemacht. Wenn ich einen Antrag an die DFG schicke, dann muss ich dort bisherige Vorarbeiten darlegen. Es nützt gar nichts, wenn das tolle Paper sind aus meiner Arbeitsgruppe, von meinem Doktoranden gemacht, aber mein Name nicht auf dem Paper steht. Obwohl allen klar ist, dass der Professor nicht die Arbeit macht, wird an dieser Person die Kontinuität fest gemacht.

sprich: ich werde de facto durch die Förderinstrumente gezwungen, meinen Namen auf Papers zu schreiben, an denen ich bestenfalls durch Diskussion mit Doktoranden beteiligt war oder Korrektur gelesen habe. Schön ist das nicht, aber so ist die Realität.

Schönen Gruß,

H. Karl

PS: den DHV nehme ich seit der Guttenberg-Affäre nicht mehr Ernst; ich bin da ausgetreten.

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